Uludag ist das bekannteste Wintersportzentrum;
der Türkei mit einer breiten Palette an Aktivitäten, Beherbergungsbetrieben und
Unterhaltungsmöglichkeiten . Der
Gipfel, 36 km von Bursa entfernt, ist mit Pkw oder Seilbahn problemlos zu erreichen.
Zwar sind die Monate Dezember bis März der ideale Zeitraum zum Skifahren, doch ist
der Uludag-Nationalpark mit seiner herrlichen Landschaft jederzeit einen Besuch
wert. 25 Kilometer von Bursa entfernt liegt die Küstenstadt Mudanya, die sich wegen
ihrer hervorragenden Fischrestaurants und Nachtclubs bei den Einwohnern von Bursa
großer Beliebheit erfreut. Das Militärmuseum ist einen Besuch wert. Im Tahir
Pasa-Herrenhaus aus dem 17. Jh. wurde ein ethnologisches Museum eingerichtet.
Der Ort Zeytinbagi (Trilye), 12 km von Mudanya entfernt, zeigt auf beispielhafte Weise
Anlage und Architektur einer türkischen Kleinstadt. Der Golf von Gemlik, 29 km von Bursa entfernt, kann mit weitläufigen
Sandstränden aufwarten, von denen Armutlu und Kumla besonders
erwähnenswert sind.
Die Provinz Balikesir hat sowohl mit der Marmara- als auch mit der Ägäis-Region gemeinsame Grenzen. Die gleichnamige Provinzhauptstadt beherbergt interessante natürliche und historische Stätten in harmonischem Nebeinander. Die Yildirim Moschee, erbaut unter Beyazit I. Mitte des 14. Jahrhunderts, ist die älteste der Stadt. Vom Zagnos Pascha-Moscheenkomplex, erbaut 1461 unter Zagnos Pascha, dem Großwesir von Sultan Mehmet dem Eroberer, sind heute nur noch die Moschee und das Badehaus erhalten. Der 1827 unter Mehmet Pascha erbaute Uhrturm ist in bescheidenerem Ausmaß dem genuesischen Galata-Turm in Istanbul empfunden. Das Karesi Bey-Grabmal, erbaut 1336, beherbergt die Begräbnisstätten Karesi Beys und seiner fünf Söhne. Im Balikesir-Museum (Kuva-i Milliye) befinden sich archäologische Exponate.
Das Degirmen-Tal, 10 km von Balikesir entfernt auf der Strecke nach Bursa, ist eine malerische Landschaft zwischen zwei Hügeln und ein beliebtes Ziel für Wochenendausflügler und Familienurlauber. Fotofreunde sollten im Dorf Karakol eine kleine Pause einlegen und die drei malerischen Windmühlen auf den Film bannen. Bandirma, das alte Penderamus, verfügt nach Istanbul über den größten Handels- und Industriehafen in der Region. Die Restaurants und Cafes in der Stadt werden einen angenehmen Nachmittag gestalten helfen. Belkis (Kyzikos) liegt 10 km westlich von Bandirma. In dieser alten Stadt auf einer Landenge der Kapidag-Halbinsel faszinieren heute noch der Hadrian-Tempel, ein Theater und Aquädukte die Besucher. Im Nationalpark Kus Cenneti (Vogelparadies), einem ornithologischen Schutzgebiet am Manyas-See, leben 239 Vogelarten. Das Schutzgebiet durchschwärmen jährlich über drei Millionen Zugvögel. Die Monate April und Mai sind die beste Zeit, um die reiche Vogelwelt kennenzulernen. 13 km südöstlich von Bandirma liegt das Gestüt Karacabey mit Reitmöglichkeit und einer Pferdezucht.
Erdek (Erteka) liegt 14 Kilometer
nordwestlich von Bandirma. Es ist einer der bekanntesten und ältesten
Ferienorte am Marmara-Meer mit vielen Beherbergungsmöglichkeiten und
Sandstränden. Die Marmara-Insel (Prokonessos) war in römischer,
byzantini-scher und osmanischer Zeit dank Ä reichhaltigen Marmorvorkommen, aus
denen die anspruchsvollen Bauvorhaben der jeweiligen Herrscher mit dem begehrten Stein versorgt wurden, sehr bekannt. Der Menner Plaj (Marmorstrand)
in der Nähe des Dorfes Sarayiar leitet seinen Namen von dem natürlichen
Marmor ab, der knapp unter der Wasseroberfläche liegt. In der Ortschaft sind in
einem Freilichtmuseum Funde aus römischer und byzantinischer Zeit ausgestellt.
Ferner wird der Weg der Marmorgewinnung seit römischer Zeit dargestellt. Türkeli
(Avsa) ist eine weitere Ferieninsel mit herrlichen Stranden, fruchtbaren
Weingärten und gutgefüllten Kellereien. In der Ortschaft Manastir steht
ein
byzantinisches Marienkloster. 55 Kilometer südwestlich von Bandirma liegt Gönen,
eines der bedeutendsten Thermalbäder der Türkei und schon unter den Römern
bekannt. Von einem römischen Bad zeugt ein Mosaik aus dem 5. Jahrhundert. Das
Wasser entspringt 500 Meter unter der Erde
und erreicht eine Temperatur von 82° C. Nach weiteren 30 km in nordwestlicher
Richtung folgt Denizkent, ein sympathischer Ferienort mit schönen
Stranden. Am Fuße des Alacam-Gebirges liegt inmitten von Wäldern und Weiden
Sindirgi, ein
Ort, dessen hochwertige Teppiche einen sehr guten Ruf genießen. Die in Yagcibedir hergestellten
Vorleger gehören zu den meistgeschätzten im Lande und werden umso wertvoller, desto älter sie sind. Am
Golf
von Edremit, ebenfalls in der Provinz Bahkesir, liegen einige der schönsten Küstenstreifen des Landes, wo
kristallklares Wasser an Sandstränden plätschert, die von silbergrünen Olivenhamen gesäummt sind.
Ayvalik,
Burhaniye, Ören, Edremit, Akcay und Altmoluk sind Ferienorte, wo Reisende, die auf einen erholsamen Urlaub bedacht
und an historischen und archäologischen Stätten interessiert sind, voll auf ihre Kosten kommen.
Canakkale liegt an der gleichnamigen Meerenge (Dardanellen), die das Marmarameer mit der Ägäis verbindet. Der Ort ist mit Eceabat und Kilitbahir auf der europäischen Seite durch einen planmäßigen Fährdienst verbunden. Viele Schiffe legen in dem gut ausgerüsteten Yachthafen an, um den Passagieren die Besichtigung des Hafens, der Festung und des Museums mit reichen Sammlungen archäologischer Funde und den berühmten Canakkale-Keramiken zu ermöglichen. 1451 ließ Sultan Mehmet II., der zwei Jahre später Istanbul erobern sollte, die Festungen Kilitbahir auf der europäischen und Cimenlik auf der asiatischen Seite erbauen, um den Schiffsverkehr in der Meerenge kontrollieren zu können. In der Cimenlik-Festung befindet sich heute das Militärmuseum mit Erinnerungen an die Canakkale-Seeschlachl von 1915.
Der Gelibolu Peninsula-Nationalpark für Geschichte wurde zum Gedenken an die
500.000 Gefallenen in der Seeschlacht von Gelibolu (Gallipoli) mit Soldatenfriedhöfen, Kriegerdenkmälern
und Mahnmonumenten, dem Tuzgölü (Salzsee) und Kap Ariburnu eingerichtet, der passende Rahmen für die
letzte Ruhestätte aller, die im Verlauf der historischen Schlacht ihr Leben lassen mußten.
Gökceada mit einer zerklüfteten Küste ist die größte der türkischen Inseln. Ihre Hügel sind mit Nadel- und Olivenbäumen bestanden, dazwischen liegen Weinberge, deren Grün mit dem der Bäume einen reizvollen Kontrast bildet. Viele Qellen und Klosterruinen sind über die ganze Insel verteilt. Zwischen Kabatepe und Canakkale besteht ein fahrplanmäßiger Fährdienst. Im August erfreuen sich Einheimische und Fremde an der bunten Lokalmesse. Auf der Insel Bozcaada fällt dem Besucher sofort die veniziamsche Festung auf. Dann gleitet der Blick über die weißglänzenden Häuser und die vielen Lokalitäten an der Hafenpromenade. Die Insel ist voller Weinberge und Weinkellereien. Schöne Badestrände befinden sich in Ayazma, Poyraz und Igdelik. Mit seinem Epos 'Ilias' hat Homer Truva (Troja), König Priamos, Hektor, Paris und die Schöne Helena unsterblich gemacht. Bis anhin wurden in Troja neun Siedlungsschichten freigelegt. lm Troja Homers sind Überreste der Stadtmauern, eines Tempels und des Theaters , ein (nachgebautes) Trojanisches Pferd in Erinnerung an den legendären Krieg und das lokale Museum mit Funden aus den Grabungen zu besichtigen