Land und Leute

Der Malteser - freundlich und gelassen

Weltreiche sind gekommen, Weltreiche sing gegangen, die Malteser aber sind geblieben. Mit Beharrlichkeit, harter Arbeit und sicher auch mit einer Portion Cleverneß haben sie alle "großen Zeiten" überstanden und sind dabei nicht verbittert. Im Gegenteil. Viele behaupten, daß es kaum ein anderes Gastland im Mittelmeerraum gibt, wo die Menschen dem Besucher so freundlich und aufgeschlossen begegnen. Kenner halten dies für die geglückte Synthese aus natürlicher mediterraner Freundlichkeit und disziplinierter angelsächsischer Hilfsbereitschaft, welche die Malteser von den Briten übernommen haben. Überhaupt haben die Engländer, von vielen Maltesern geschätzt, auch sonst einiges Gutes auf der Insel hinterlassen. Dazu gehören ein vorbildliches Verwaltungs- und Sozialsystem, hervorragende Schulen, eine für südliche Breiten disziplinierte und gelassene Haltung der Malteser in allen Lebenslagen sowie ein guter Schuß englischen Humors.

Für den Besucher auf Malta hat der englische Einfluß auch insofern etwas Positives, als man sich auf englisch überall verständigen kann.

Festa und Karneval

Was den Frohsinn der Malteser betrifft, so hat sich das "coole" englische Element nie recht bemerkbar gemacht. Zwischen Mai uns September vergeht kaum ein Wochenende, an dem nicht irgendwo zu Ehren des lokalen Schutzpatrons eine Festa mit Feuerwerk, und Festzug gefeiert wird. Für den Besucher ein unvergeßliches Erlebnis und die Chance, echte Freunde auf der Insel zu gewinnen.

Einzigartig auch der Karneval auf Malta. Die Festzüge und die Festwagen sind ein Brillantfeuerwerk der Kreativität, der Farben und der Freude - und alles Privatinitiative, alles zum eigenen Spaß.

Für viele Malteser und "Eingeweihte" ist jedoch die Regatta im September jedes Jahres das Ereignis auf Malta. Denn die Regatta im Grand Harbour von Valletta erinnert an das siegreiche Ende der Belagerung durch die Türken am 8. September 1565. Ein Fest mit großer Tradition und großer Bedeutung für jeden Malteser. Das Bild der vielen bunten Dghajsas, die in ihrer Form an venezianische Gondeln erinnern, vor der eindrucksvollen Kulisse der alten Forts, bleibt für jeden unvergeßlich.

Die Wirtschaft Maltas

Seit dem Altertum war Malta immer ein Stützpunkt für Heere und Flotten, so daß Handel und Wandel der Insel vor allem von der Versorgung und dem Unterhalt der Truppen seine Impulse bekam. In diesem Jahrhundert war dies vor allem die Werftindustrie. Tradition hat auch die Landwirtschaft, die besonders auf der Insel Gozo betrieben wird, sowie die Fischerei.

Mit der Unabhängigkeit der Insel gewinnt jetzt eine lohnintensive Industrie immer mehr an Bedeutung. Dazu tritt neuerdings der Tourismus, den Malte allerdings nur sehr kontrolliert entwickelt, denn Massentourismus soll es auf Malta nicht geben. Kräftige Impulse für Wirtschaft und Tourismus gehen dabei von der nationalen Fluglinie Air Malta aus. Sie verbindet mit ihrer modernen Flotte alle wichtigen
Städte Europas und Nordafrikas mit Malta.

Die Frauen sorgen durch Heimarbeit, z.B. durch Klöppeln von kunstvollen Spitzen, für ein zusätzliches Einkommen. Tradition hat auch die Filigranarbeit und die handwerkliche Glasproduktion, so daß kunstvolle Gegenstände dieser Art und Spitzen zu den schönsten und wertvollsten Erinnerungsstücken gehören, die der Malta-Urlauber mit nach hause nehmen kann.

Die Städte und Dörfer

Städte und Dörfer auf Malta atmen noch immer eine große Beschaulichkeit. Über 300 Kirchen und Kirchlein, fast alle im 17. Und 18. Jahrhundert gebaut, zeugen vom Alter und der Ehrwürdigkeit der Städte und Dörfer. In Mdina, der früheren Hauptstadt im Innern der Insel, scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Hier sollte man sich die Zeit nehmen, bei einem köstlichen Blanc des Blancs demTtreiben zuzusehen, ein wenig zu träumen und vielleicht sogar mal ein bißchen über das Leben nachzudenken.

Essen und Trinken

Wie alles auf der Insel ist auch die Küche auf Malta "ehrlich und gerade". Sie wird bestimmt von der bäuerlichen Tradition und vom Fischfang. Natürlich servieren die Spitzenhotels und Top-Restaurants auch Menüs der "Nouveau Cuisine" oder andere hochkarätige internationale Leckerbissen. Jedoch muß man sich fragen, ob nicht ein zünftiges Fischessen in einem der urigen Fischrestaurants der Fischerdörfer nicht doch dem "Erlebnis Malta" mehr entspricht als ein Dinner bei Kerzenlicht in einem eleganten Hotelrestaurant. Neben Fische sind auch Kaninchen (auf maltesisch Fenek) in allen Variationen eine Spezialität der maltesischen Küche. Natürlich serviert man auch alle sonstigen Köstlichkeiten der süditalienischen und mediterranen Küche. Und Weine, die ihresgleichen suchen dank der besonders günstigen Bodenverhältnisse und Klimabedingungen. Bei all den Köstlichkeiten, die Malta seine Gästen bietet, darf man eines nicht vergessen zu erwähnen: das knusprige maltesische Brot, ein Leckerbissen selbst für den verwöhntesten deutschen Brotliebhaber.

Quelle: Fremdenverkehrsamt Malta