Languedoc-Roussillon
Narbonne
Der Handel der Antike
Narbonne zur Zeit der Römer Narbo Martius benannt, ist die älteste
Kolonie außerhalb Italiens. Gegründet im Jahre 118 vor Christus erlebt
sie einen großen städtischen Aufschwung und einen außerordentlichen
Wohlstand unter der Herrschaft von Augustus (-27 bis +14 nach Christus).
Sie bleibt eine große Stadt, Hauptstadt der Region Narbonne, dann die
Septimanie bis zum VIII. Jahrhundert. Begünstigt durch die geographische
Lage- Handelsknotenpunkt nach Aquitanien- und sowohl See- als auch
Meereshafen, rivalisiert Narbonne lange Zeit mit Arles und Marseille. Hier
konzentrierten sich die Waren und Rohstoffe, die für Rom bestimmt waren:
Metalle aus Aquitanien, der Bretagne und aus Spanien, Getreide, Öl, die
Amphoren und die Sklaven. Aus Italien kamen an: Wein, orientalische
Produkte, Sklaven und Handarbeitswaren. Die römischen Kaufleute- im
Bereich Einzelhandel merkator, im Bereich Großhandel und Banken
negociator genannt- hatten den Ruf, gnadenlose Geschäftsleute zu sein.
Besonders schwere Handelsgüter wurden auf dem Seewege transportiert, die
übrigen auf dem Landwege. Man benutzte hierzu schwere Leiterwagen wie zum
Beispiel die benna (Leiterwagen mit vier Rädern und einem Kasten aus
Weidegeflecht auf der Plattform) oder den Plaustrum (ein Wagen mit vier
Rädern, an den Pferde oder Ochsen angeschirrt wurden).
Plünderungen und Zerstörungen haben
nichts von den imposanten Monumenten der Römer übriggelassen. Die
unterirdischen Lagerstätten des Horreum geben uns eine Vorstellung von
der Art und Weise der Aufbewahrung des Getreides. Im Museum Musée
archéologique von Narbonne sind die antiken Funde zusammengetragen, die
im Zuge von Bauarbeiten in der Stadt gefunden wurden. Hier findet sich
auch eine außergewöhnliche Sammlung von Malereien und Fresken, die ihre
Herkunft in der gallo-romanischen Villa des Gehöfts Clos de la Lombarde
haben. Der älteste gallische Meilenstein, der im Süden von Narbonne
gefunden wurde, ist ebenfalls hier beherbergt. Ein Teilstück
Straßenbelag der Via Domitia wurde kürzlich im Stadtzentrum freigelegt.
Ausgangs Narbonne überquert die Via Domitia den ehemaligen Lauf des
Flusses Aude (heute der Kanal canal de la Robine) über die Brücke Pont
des Marchands (Brücke der Händler) die im Mittelalter wieder hergestellt
und mit Häusern überbaut wurde.
Auf den Spuren der Römer
Besichtigung von historischen Funden und des Museums Musée archéologique
von Narbonne.
Dauer: zwischen 45 min. und 2 Stunden
Rundgang: Sie gehen durch die Halle des
Rathauses (Hotel de Ville) und gelangen in einen Innenhof, an dessen Ende
sich der Eingang des Museums befindet.
Wenn Sie die Besichtigung des Museums beendet haben, gehen Sie rechts die
Passage passage de l'Ancre hinauf, betreten das Kloster und durchqueren
anschließend die Kathedrale, um auf die Straße Rouget de Lisle zu
gelangen. Diese gehen Sie bis zum Horreum weiter, folgen Sie dann der
Straße Rouget de Lisle bis zum Platz Bistan. Gehen Sie dann nach rechts
zum Rathausplatz zurück. Beenden Sie den Rundgang mit der Besichtigung
des Plattenbelages der Via Domitia auf dem Rathausplatz.
Gehen Sie dann einige Schritte über die Promenade promenade des Barques,
um zu dem ehemaligen Bett des Flusses Aude zu gelangen (heute der Kanal
canal de la Robine) und suchen Sie die Brücke Pont-Vieux auf, die in der
Achse der Via Domitia den Kanal überquert und auf der Häuser errichtet
sind.
Danach können Sie sich ein wenig im
Rathaus in einem kreisförmigen Gewölbesaal erholen, der an das
Verkehrsbüro angrenzt. Vielleicht gehen Sie dann noch zum Burgfried
hinauf, von wo aus Sie einen Blick über die Altstadt hinweg zum See
Étang Bages und zum Hafen Port la Nautique- den einstigen Hafen von
Narbonne- haben.
Quelle: Französisches Fremdenverkehrsamt
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