Eine Reise durch zwei Jahrtausende
Der Region Languedoc-Rousillon
Zwischen der Rhone und den Pyrinäen
präsentiert sich die Region Languedoc-Rousillon als ein weit
ausgedehntes, zum Mittelmeer hin geöffnetes Amphitheater. Die Via Domitia,
die älteste römische Straße in Gallien, durchquert diese Region von
einem Ende zum anderen. In einer Entfernung von etwa 20 km zum Meer lässt
sie die Mannigfaltigkeit der verschiedenen von ihr berührten Landschaften
samt deren historischen Besitztümer entdecken.
Vor mehr als 2000 Jahren kämpft die
römische Republik um ihr Fortbestehen. Ihr vorrangiges und permanentes
Ziel ist es, die Besitzungen Roms in Spanien für immer festzuschreiben.
Im Jahre 118 vor Christus überschreitet Cneius Domitius Ahenobarbus mit
seinen Legionen die Rhone. Seine Aufgabe ist es, einen Landweg zu
errichten, der für alle Zeiten die Verbindung zu Spanien sicherstellt,
sowie Garnisonen zu etablieren, die den Schutz der Achse Rom-Spanien
gewährleisten. Das erste Foyer der Kolonisation gründet er in Narbonne.
Er baut eine Straße, die später seinen
Namen tragen wird: die Via Domitia. Diese zunächst
"militärische" Straße wird schnell auch zu einer Straße des
Verkehrs und des Austauschs von Handelsgütern. Die Via Domitia, die Rom
mit Catix in Spanien verbindet, ist Teil eines immensen Straßennetzes von
mehr als 100.000 km, das im Verlauf von acht Jahrhunderten von den Römern
aufgebaut wurde.
Diese erste raumplanerische Maßnahme der
Römer auf dem Territorium der Gallier erlaubt es Rom, künftig den ganzen
Süden Galliens in seinem Sinne zu ordnen, indem es die
landwirtschaftlichen nutzbaren Flächen an römische Siedler verteilt
(Katastrierung) und eine städtische Besiedlung betreibt. Parallel zu dem
Austausch zwischen Rom und seinen kolonialen Ansiedlungen entwickelt sich
entlang der Straße auch ein lebhafter Binnenaustausch zwischen
benachbarten Marktflecken und Poststationen, der das örtliche
Wirtschaftsleben dynamisiert. Wenn auch während der späteren
Jahrhunderte vernachlässigt und obgleich oft von neueren Straßen
überlagert, so sind dennoch vielerorts noch ganze Teilabschnitte der Via
Domitia in ihrer ursprünglichen Bauweise in Unter- und Deckenbau samt der
verwendeten Baumaterialien erhalten und sichtbar. Auch Meilensteine und
Teile der Wohnbebauung und von Brückenbauwerken sind bis heute erhalten.
Die Via Domitia ist ein wunderbares Ingenieurbauwerk, dass das
Erscheinungsbild der Region für alle Zeiten strukturierte und markierte.
Eine kurze Chronologie der römischen
Geschichte
| Vor Christus: |
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| 753 |
Das legendäre Datum der Gründung Roms
durch Romolus |
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312 |
Bau der Via Appia zwischen Rom und Capua |
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306 |
Vertrag zwischen Rom und Carthago |
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264-241 |
erster punischer Krieg |
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264 |
Einführung der Wettkämpfe der Gladiatoren |
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241 |
Sizilien wird die erste römische Provinz Bau der Via Aurelia von Rom
nach Pisa |
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218-201 |
zweiter punischer Krieg |
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218 |
Hannibal bricht von Carthago nach Rom auf |
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148-146 |
dritter punischer Krieg und die Zerstörung Carthagos |
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120-117 |
Cneius Domitius Ahenobarbus entwirft die Linienführung der Via
Domitia. Gründung der Städte Narbonne und Montbazin (Forum Domitii) |
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71 |
General Pompeius schlägt den Aufruhr der Römer in Spanien
nieder und errichtet ein großes Denkmal zur Erinnerung an seine Siege in
Panissars |
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51 |
Gallien wird zur römischen Provinz erklärt |
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45-44 |
Die Diktatur Caesars |
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27 |
Gründung der Provinz Narbonne |
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27-14 n. Chr. |
Die Herrschaft von Augustus |
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| Nach Christus: |
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| 14-37
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Die Herrschaft von Tiberius
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41-54
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Die Herrschaft von Claudius
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117
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das römische reich erreicht seine größte Ausdehnung
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117-138
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Die Herrschaft von Hadrianus
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138-161
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Die Herrschaft von Antonius dem Frommen
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166-180
|
Ende der "Pax Romana"
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293-311
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Die Herrschaft von Galerius
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306-337
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Die Herrschaft von Constantin
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361-363
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Die Herrschaft von Julius - währen seiner Zeit werden
wahrscheinlich die letzten Kilometrierungs- und Instandsetzungsarbeiten an
der Via Domitia vorgenommen
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476
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Der Niedergang Roms
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Quelle: Französisches Fremdenverkehrsamt
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