Languedoc-Rousillon Via Domitia
Les Cluses-Panissars

Die Überschreitung der Pyrenäen
Südlich von Perpignan und dem oppidum Ruscino teilt sich die Via Domitia. Eine Streckenführung verläuft im Küstenbereich durch Elne, durch das antike oppidum Illibéris, durch Port- Vendres oder auch Portus Veneris - Hafen der Venus genannt, wo in der Bucht des heutigen Hafens zahlreiche Wracks antiker Schiffe gefunden wurden, und überquert schließlich über den Pass col de Banuyls die Grenze zwischen Gallien und Hispanien. Die zweit Route verläuft durch das Landesinnere zu den Pässen col du Perthus und col de Panissars, letztere scheint die offizielle Streckenführung der kaiserlichen Administration gewesen zu sein. Nach Le Boulou folgt die Via Domitia den Schluchten des Flusses Rom. Ein außergewöhnliche Gruppierung von Grenzbefestigungsanlagen aus der römischen Epoche ist über dem Dorf Les Cluses erhalten. Zwei römische Festungen beherrschen die Via Domitia an einer Stelle, wo es sehr einfach war, den Verkehr zu kontrollieren und gegebenenfalls die Passage zu versperren. Sie sind selbst unten aus den Schluchten heraus gut zu erkennen. In dem Portorium. Einem kleinen Bauwerk, durch das die Via Domitia hindurchführte und das man mittels Toren verschließen konnte, wurden Streckengebühren in Höhe von 1/40 des Wertes der transportierten Ware erhoben.

Im ihrem weiteren Verlauf führte die Via Domitia hinauf zu der Station AD SUMMUM PYRENAEUM (Gipfel der Pyrenäen) am Pass col de Panissars nahe bei der Stadt Le Perthus und dann zwischen zwei monumentalen Triumpfbauwerken (31x16m) hindurch, die von dem General Pompeius im Jahre 71 vor Christus zum Gedenken an seine Siege über die spanischen Völker, die gegen Rom revoltierten, errichtet wurden. Die Grundmauern von diesen Bauwerken sind noch erhalten. Auf den Bauwerken waren die Namen von 876 rebellierenden Tribunen vermerkt, die unterworfen wurden. Am Pass col de Panissars sind in dem Felsgestein noch die Spurrillen sichtbar. Hier endet die Via Domitia. Die weitere Streckenführung setzt sich in der Via Augusta fort. Ein herrliches Panorama öffnet sich in Richtung Spanien.

Auf den Spuren der Römer
Les Cluses - die römischen Festungen
Anfahrt: zwischen Le Boulou und Le Perthus, auf der Straße route d'Espagne (RN 9), biegen Sie nach links ab in Richtung des Ortes Les Cluses. Dort parken Sie vor dem Rathaus (mairie). Dauer: 1 Stunde 20 min

Rundgang: Sie nehmen die schmale asphaltierte Straße, die mit "Via Domitia" ausgeschildert ist, Nach dem Aussichtspavillon, auf dem Schloss Château des Maures eingerichtet ist, stoßen Sie 50 m weiter rechts auf ein geschottertes Teilstück der Via Domitia, das dann bald an der Straße endet, die Sie zu den Befestigungsanlagen von La Cluse-Haute hinaufführt. Gehen Sie dann auf dem gleichen Weg zurück.

Panissars- die Trophäen Trophée de Pompée
Besichtigung der Grundmauern der Trophée de Pompée am Gebirgspass col de Panissars in der Gemeinde Perthus. Dauer: 1Stunde 30min
Anfahrt: von Boulou aus fahren Sie über die RN 9 nach Perthus hinauf und dann weiter nach Fort de Bellegarde an der Grenze zu Spanien. Parken Sie dort auf einem kleinen Parkplatz nahe dem Fort.

Rundgang: Gehen Sie die Straße, die Sie gekommen sind, ein wenig zurück und nehmen Sie dann rechts die asphaltierte Straße, die nach Panissars hinabführt (Verkehrsschild). Vorbei an einem Friedhof und einem Wachturm führt Sie der Weg fast eben zur römischen Besichtigungsstätte. Um zurückzukehren gehen Sie den geschotterten und dann asphaltierten Weg weiter; kurz vor dem Mas Bardes folgen Sie nach rechts abwärts einem Weg, der unterhalb des Weges, Den Sie gekommen sind, zum Fort zurückführt. Schließlich gehen Sie die Straße zu Ihrem Parkplatz hinauf. Im Sommer haben Sie die Möglichkeit das Fort de Bellegarde zu besichtigen.

Quelle: Französisches Fremdenverkehrsamt